Dachdecken in der Miniaturenwelt

Wer nicht auf zweidimensionale Dachplatten oder Spritzgussplatten im falschen Format zurückgreifen möchte, kann unsere kleinen Lasercut-Dachschindeln verbauen.

Wir zeigen euch hier, wie man die Schindeln realistisch verbaut, wie man den richtigen Untergrund schafft und wie sie auch im Freien alle Wetterchen überstehen.

 

Grundlagen für's Dachdecken

 

Wie immer gibt es verschiedene Ausgangssituationen, mit denen wir auch beim Dachdecken arbeiten müssen.  Für die Dachschindeln stellen wir nun folgende Varianten vor: 

 

Fertiges Modell mit bereits vorhandenem Dach

Am einfachsten lassen sich die Dachschindeln aufbringen, wenn bereits eine glatte Dachoberfläche vorhanden ist. Als Beispiel nehmen wir hier unser Kleines Geschäftshaus "Antique", welches bereits nach Anleitung aufgebaut wurde. Das Dach lässt sich nun ganz einfach mit den Dachschindelreihen aufpeppen. 

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Dazu wird zunächst eine schmale Leimlinie am untersten Rand des Daches gezogen. Dafür kann Bastelkleber oder Holzleim genutzt werden. Darauf platzieren wir die erste Schindelreihe so, dass sie am unteren Rand leicht überlappt und quasi ein bisschen in der Luft hängt. Das gibt der Sache den gewissen Schwung, damit die Dachkante nicht trotzdem aalglatt abschließt. Die Schindelstreifen werden immer in der benötigten Länge zugeschnitten, bevor sie aufgeleimt werden.

Die folgenden Reihen leimen wir nun ebenfalls zur Hälfte versetzt zu den Schindeln der vorhergehenden Reihe auf. 

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Gerne Teilen wir die Schindelreihen auch in unterschiedlichen Abständen, um das Muster etwas besser variieren zu können.

 

Jedes Teil des Daches wird mit den kleinen Schindeln bestückt. Die letzten Reihen sollten von beiden Dachseiten aneinander nahtlos abschließen, um einen Spalt zu vermeiden.

 

Modelle Marke Eigenbau – noch regnet es rein

 Eigene Modellkreationen sind oftmals nicht mit einem Dach bestückt, was nur noch überklebt werden muss, Dafür muss zunächst eine Unterkonstruktion geschaffen werden, wenn eine plane Dachplatte nicht einfach aufgeklebt werden kann. 

Benutzen kann man dafür in der Regel alles, worauf die Platte für das Dach später festgeleimt werden kann. In unserer Miniaturwerkstatt haben sich dafür kleine Kanthölzer bewährt. Natürlich kann man auch Eisstiele oder Kaffeehölzchen (zum Umrühren) verwenden, welche jedoch beim Einkleben etwas mehr Geschick verlangen, da die Klebefläche etwas kleiner ist. 
Um zu zeigen, dass es auch mit der Kaffeeholzvariante funktioniert, hier nun zunächst ein Bild von der Dachunterkonstruktion, auf welche wir später die Dachplatte für die Schindeln aufbringen.

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Im weiteren Verlauf verfahren wir wie in der ersten Variante mit dem fertigen Modell. Die Schindeln werden von unten nach Oben nacheinander leicht versetzt auf die Dachplatte geleimt, bis die letzten Schnidelreihen auf beiden Dachseiten nahtlos abschließen. 

Beim genauen Hinsehen freut sich nun auch der Miniatur-Dachdecker über das detaillierte Dach, welches man mit etwas Fignerspitzengefühl geschaffen hat.

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